Schritt 2: Methodenentwicklung

Die Ergebnisse der Prozessanalyse und Anforderungsspezifikation im Prozessschritt 1 fließen unmittelbar in die Spezifikation des Daten‐ und Informationsmodells ein und definieren dessen Aufbau. Die Struktur komplexer Wertschöpfungsnetzwerke, d. h. die Vielzahl an Beteiligten mit unterschiedlichen Standorten, schließt eine zentrale Systemstruktur aus. Vielmehr wird eine serviceorientiere Architektur des Systems angestrebt, in welcher spezifische Dienste durch die Anwender individuell konfiguriert zur integrierten Prozessüberwachung bzw. Prognose und Simulation zur Anwendung kommen. Eine gemeinsame Datenbasis auf welche die verteilten Anwendungen zugreifen, ist hier unerlässlich.

Grundlage für eine echtzeitnahe Visualisierung von zielgruppenspezifischen Informationen ist es, die Vielzahl an vorhandenen Daten zu strukturieren, zu filtern und anschließend so zu verdichten, dass ein direkter Nutzen für den Menschen als Entscheider entsteht. Hier werden im Projekt Systeme und/oder Plattformen zur Datenbereitstellung integriert und an das übergreifende Daten‐ und Informationsmodell angebunden.

Softwarebasierte Systeme werden in der Logistik bereits vielseitig eingesetzt. Oft ist jedoch für die Benutzung dieser Systeme detailliertes Expertenwissen und Erfahrung im Umgang mit der Software notwendig. Informationen sind häufig nur in einem hohen Detaillierungsgrad abzurufen und die Kernaspekte sind oftmals schwierig zu erfassen. Ziel des Prozessschritts ist es deshalb, Methoden und Konzepte für die Visualisierung von den entscheidenden Informationen und Prognosen zu erarbeiten und diese mit den anderen Methoden zu integrieren, anhand dessen später im Prozessschritt 3 die Technologieentwicklung und ‐integration erfolgen kann.